8. Okt. 1868: Geboren in Landshut/Isar als Sohn des aus Oberfranken gebürtigen, bayerischen Hauptmannes Friedrich Ritter von Slevogt (gest. 1870) und Caroline Slevogt, geb. Lucas, aus Brebach bei Saarbrücken.

1875-1884: Schulzeit in Würzburg. Durch verwandtschaftliche Beziehungen in dieser Zeit erste Besuche in Landau/Pfalz und nachfolgend bei Familie Finkler auf Neukastel (heute Slevogthof) sowie in Godramstein

Max Slevogt1885-1889/90: Akademiestudium in München (bei Gabriel von Hackl, Karl Raupp, Johann Caspar Herterich und v.a. Wilhelm von Diez). In diesen Jahren häufiger auf Neukastel

1888/90: Früheste Neukastel-Landschaften

1889: Studiensemester an der Académie Julian in Paris

1890: Erste Italienreise (mit Robert Breyer). Längerer Aufenthalt auf Capri. Niederlassung als freier Künstler in München

1892: Mitglied der Münchner Secession

1893: Beteiligung an der ersten Ausstellung der Münchner Secession mit dem Gemälde „Ringerschule“

1894: Mitglied der „Freien Vereinigung“. Slevogt erlebt erstmals den portugiesischen Opernsänger Francisco d' Andrade in München

1896: Vorübergehende Mitarbeit an der „Jugend“ und beim „Simplizissimus“

1897: Im Sommer reist Slevogt erstmals nach Holland

1898: Slevogt heiratet am 27. März seine Jugendfreundin Antonie („Nini“) Finkler in der Martinskirche in Leinsweiler. Aufenthalte auf Neukastel (in den folgenden Jahren häufiger dort). Im Herbst (mit Karl Voll) zweite Reise nach Holland. Besuch der Rembrandt-Ausstellung in Amsterdam

1899: Mit dem Gemälde „Danaë“ in der Ausstellung der Münchner Secession, mit dem Triptychon „Der verlorene Sohn“ in der Berliner Secession vertreten

1900: Besuch der Pariser Weltausstellung, mit dem Gemälde „Scheherezade“ im deutschen Pavillon beteiligt. Rezeption des französischen Impressionismus, starker Eindruck besonders von den Bildern Edouard Manets

1901: Verleihung des Professorentitels durch Prinzregent Luitpold in München; Frankfurter Zoo-Bilder. Im Herbst Übersiedlung nach Berlin

1902: Mitglied der Berliner Secession. Freundschaft mit Francisco d' Andrade. Es entsteht der „Weiße d' Andrade“

1903: Erscheinen der ersten Buchillustration, an der Slevogt seit 1898/99 arbeitet: „Ali Baba und die vierzig Räuber“

1907: Geburt der Tochter Nina

1908: Aufenthalt in Noordwijk/Holland und bei Prinzregent Luitpold in München. Geburt des Sohnes Wolfgang

1908-10: Illustrationen zu James F. Coopers „Lederstrumpf-Erzählungen“

1909-13: Häufiger Aufenthalt im schwiegerelterlichen Landhaus in Godramstein. Serie von Godramstein-Landschaften

1911: Ausmalung des Gartenpavillons von Johannes Guthmann in Neu-Cladow

1914: Reise nach Ägypten. Serie der Ägypten-Bilder. Rückkehr über Italien. Erwerb des Hofgutes Neukastel (heute Slevogthof). Oktober/November: Freiwillig als Kriegsmaler an der Westfront

1917: Berufung als Leiter eines Meisterateliers an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin

1918/19:
Der Radierzyklus der „Randzeichnungen“ zu Mozarts „Zauberflöte“ entsteht auf Neukastel. Die französische Besatzung läßt Slevogt nicht aus der Pfalz ausreisen

1922/23: Erweiterungsbau für Bibliothek und Musiksaal auf Neukastel
Max Slevogt - Selbstportrait

1924: Bühnenbilder für die Don-Giovanni-Inszenierung an der Staatsoper Dresden. Besuch der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth. Im Herbst Ausmalung des Musiksaals auf Neukastel

1924-27:
Illustrationen zu Goethes „Faust II“

1927:
Fresken im Bremer Ratskeller

1928-30:
Figurenschmuck nach Slevogts Entwürfen im Garten von Neukastel (geschaffen von Georg Schneider, Würzburg)

1928:
Ausstellung zum 60. Geburtstag an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin

1929: Reise nach Venedig. Im Herbst Ausmalung der Decke des Bibliotheksraumes auf Neukastel

1931: Letzter Besuch der Bayreuther Festspiele

1931/32: Entwurf und Ausführung des Golgatha-Freskos in der Friedenskirche in Ludwigshafen/Rhein (Im Zweiten Weltkrieg zerstört)

1932: Am 20. September stirbt Max Slevogt auf Neukastel. Er wird auf der Finklerschen Familiengrabstätte von Neukastel beigesetzt. Am 30. November Tod seiner Frau Nini

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